Runder Tisch der Religionen Siegen

Runder Tisch der Religionen Siegen

Runder Tisch der Religionen Siegen

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Ziele:

Der „Runde Tisch der Religionen in Siegen“ (RTR) hat sich unter dem Eindruck der Anschläge am 11. September 2001 gegründet. Der RTR hat das Ziel, das praktische Zusammenleben der Religionen zu unterstützen. Er bietet ein Forum für den Dialog der Religionen. Er will Angst und Vorurteile in Bezug auf die andere Religion abbauen und die nachbarschaftlichen Verhältnisse der Religionen verbessern. Er ermutigt Menschen verschiedenen Glaubens in der Region, sich kennen zu lernen, sich gegenseitig zu verstehen und zu achten. Entschieden wendet er sich gegen jegliche Form von Antisemitismus, Islamophobie, Rassismus und Diskriminierung. Er setzt der Tendenz zur religiösen Radikalisierung das Bemühen um gegenseitige Toleranz und das Recht auf Freiheit der Religionsausübung (vgl. GG Art. 4) entgegen.

Zusammensetzung:

Am RTR sitzen Fachleute verschiedener religiöser Ausrichtung und Delegierte religiöser Institutionen (z.Zt. Judentum, Christentum, Islam) und Institutionen, sowie Vertreter und VertreterInnen der Gemeinwesenarbeit, der Universität, der Polizei, sowie anderer öffentlicher Institutionen. Dabei erhebt der RTR keinen Anspruch auf eine vollständige Repräsentanz aller in Siegen vorhandenen Religionen oder Konfessionen. Kein Mitglied erhebt den Alleinvertretungsanspruch für seine Religion/Konfession, jegliche Missionierungsabsicht wird ausgeschlossen.

Aufgaben:

Der RTR organisiert oder vermittelt Begegnungen von Gruppen aus den verschiedenen religiösen Institutionen. Er organisiert öffentliche Veranstaltungen zu aktuellen Themen. Er stellt eine Kommunikations- und Informationsplattform dar und vermittelt Kontakte zwischen Fachleuten, MultiplikatorInnen und Institutionen.

Über die Aktivitäten des Runden Tisches benachrichtigen wir unter „Aktuelles“.

Kontaktadresse:
Runder Tisch der Religionen in Siegen
c/o Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung
VAKS e.V. Sandstr. 28, 57072 Siegen

Telefon: +49 1575 3651872, E-Mail: lali.mgaloblishvili@vaks.info

Logo "Runder Tisch der Religionen"

MiGazette

MiGazette

MiGazette

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Das Siegener Magazin zum Thema Migration und Integration, erscheint regelmäßig seit 2016. Unser buntes, engagiertes Leben in der Stadt Siegen hat mit der MiGazette eine Plattform für Informationen und Austausch. Beispielsweise stellen sich zahlreiche Migrantenorganisationen in den verschiedenen Ausgaben vor und ihr erfahrt, welche Kulturveranstaltungen in Siegen rund um die Themen Integration und Migration stattfinden.

In der MiGazette werden das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die verschiedenen realisierten lokalen Projekte regelmäßig vorgestellt. Zudem wird über Angebote verschiedener Einrichtungen und Institutionen berichtet, die im Bereich der Integrationsarbeit tätig sind. Auch wichtige Adressen, Kontaktdaten und Ansprechpartner findet ihr in der MiGazette.

Das Magazin wird durch eine Kooperation der Siegener Integrationsagenturen (Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Siegen-Wittgenstein/Olpe, Caritasverband Siegen-Wittgenstein e.V., Verein für soziale Arbeit und Kultur in Südwestfalen e.V.), der Universitätsstadt Siegen, dem Kreissportbund Siegen-Wittgenstein e.V. und der externen Koordinierungs- und Fachstelle gestaltet und durch „Demokratie leben!“ finanziert und gefördert.

Druckversionen sind kostenlos in der Mediathek erhältlich.

Alle Ausgaben der MiGazette können hier heruntergeladen werden:

siwi-lebt-vielfalt

siwi-lebt-vielfalt

siwi-lebt-vielfalt

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Die Website siwi-lebt-vielfalt.de soll das Ankommen in Siegen-Wittgenstein erleichtern: Diese Plattform gibt eine Übersicht zu Angeboten und Akteuren im Kreis, bietet Unterstützung bei wichtigen Schritten des Ankommens und fördert die Vernetzung. Für Geflüchtete gedacht entwickelte sich die Seite zu einem zentralen Anlaufpunkt für alle Zugewanderten im Kreis Siegen Wittgenstein.

Die Universität Siegen gab Anfang 2018 den Startschuss für das große Projekt „nett.werkzeug“. Gemeinsam mit den Partnern des Kreises Siegen-Wittgenstein, dem Verein für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V.  wurde daraus die digitale Plattform siwi-lebt-vielfalt.de erstellt. Das digitale Know-how leistete die Universität Siegen. Der Kreis und der VAKS e.V. stellten aufgrund ihrer Fachkenntnis und der Vernetzung im Kreisgebiet den Input für die Internetplattform. Durch die intensive Zusammenarbeit  stehen jetzt wichtige Informationen digital und für alle Geflüchtete zur besseren Integration transparent zur Verfügung. Gefördert wurde das Projekt in den ersten Jahren über die Leitmarktagentur.NRW durch den Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung und das Land NRW. Die Homepage ist in Verantwortung des Vereins für soziale Arbeit und Kultur Südwestfalen e.V. veröffentlicht.

Ankommen – Orientieren – Vernetzen

In den Bereichen Sprache, Leben, Gesundheit, Bildung und Arbeit suchten und suchen wir besonders in unserem Kreisgebiet nach Lösungen für einen gelingenden und menschenwürdigen Lebensalltag für alle Menschen. So richtete sich das Augenmerk auf die aktiven und passiven Partner dieser Lebensbereiche.

Die Website bündelt viele Informationen und Akteure an einem Platz. Dadurch verkürzt sie einen oftmals langwierigen Teilhabeprozess und leistet einen wertvollen Beitrag zu einer gelingenden Integration in unserem Kreis.

Ebenso bietet sie eine wertvolle Orientierung und praktische Hilfestellung für unterschiedlichste Institutionen und Organisationen, Schulen und Bildungsträger, Ausbildungsbetriebe und Arbeitgeber, sowie Vereine. Alle diese Partner bieten wichtige Meilensteine im Zusammenleben diverser Kulturen.

Hier geht zur Webseite siwi-lebt-vielfalt.de

Netzwerk gegen Diskriminierung

Netzwerk gegen Diskriminierung

Netzwerk gegen Diskriminierung

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Geschichte:

Das Netzwerk gegen Diskriminierung wurde im Jahr 2002 gegründet, besteht also bereits seit über 20 Jahren. Ein Jahr später, 2003, konnte dann beim Ministerium für Gesundheit, Soziales, Frauen und Familie des Landes NRW finanzielle Mittel beantragt werden. Siegen war die einzige Kommune in NRW, die die Chance bekommen hat, ein Projekt zum horizontalen Ansatz in der Antidiskriminierungsarbeit durchzuführen und ein Netzwerk gegen Diskriminierung aufzubauen. Laut Ministerium war es sinnvoll, auch in der Praxis eine zielgruppenübergreifende Arbeit zu erproben und zu unterstützen. Das Land wollte mit diesem einzigartigen Pilotprojekt nicht die zielgruppenspezifische Arbeit der einzelnen Bereiche ersetzen, vielmehr sollte mit dem Siegener Projekt Zusätzliches erprobt werden.

Vor diesem Hintergrund entstand das heutige Netzwerk gegen Diskriminierung zunächst unter dem etwas sperrigen Namen „Zielgruppenübergreifende Antidiskriminierungsarbeit in der Kommune“ – kurz ZAK.

Das Projekt ZAK wurde sogar wissenschaftlich begleitet vom InWIS (Institut für Wohnungswesen, Immobilienwirtschaft, Stadt- und Regionalentwicklung) an der Ruhr-Universität in Bochum.

Nach Ende der Projektlaufzeit hat sich das Netzwerk gegen Diskriminierung etabliert und ist seit dieser Zeit regelmäßig in der Öffentlichkeit wahrzunehmen: ob mit Aktionen, Veranstaltungen, Workshops, am Siegener Freundschaftsfest oder mit der Organisation und Umsetzung der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Siegen.

Ansatz:

Der Begriff «horizontaler Ansatz» beschreibt eine zielgruppenübergreifende Herangehensweise in der Antidiskriminierungsarbeit. Diskriminierung wird dabei als Ganzes und nicht nur bezogen auf eine bestimmte Dimension– z. B. Geschlecht oder Religion – betrachtet.

Eine Chance dieses Ansatzes liegt in der Berücksichtigung der Tatsache, dass jeder Mensch über mehrere Merkmale – beispielsweise Alter und Ethnie – verfügt. Daher können sich Diskriminierungen überschneiden oder ganz spezifische Formen annehmen.

Außerdem trägt der horizontale Ansatz der Tatsache Rechnung, dass die individuellen Diskriminierungserfahrungen und  die Auswirkungen dieser auf das Leben der Betroffenen durchaus Ähnlichkeit aufweisen können, unabhängig davon, welches Merkmal einer Person als Diskriminierungsgrund herangezogen wird. Häufig sind sogenannte Diskriminierungsmerkmale auch gar keine tatsächlichen Eigenschaften einer Person sondern lediglich zugeschriebene Merkmale (Es gibt keine Rassen, dennoch gibt es „rassistische Diskriminierung», bei der Personen das Merkmal einer bestimmten Rassenzugehörigkeit von der diskriminierenden Person zugeschrieben wird!).

Dieser Ansatz bietet als Ergänzung zur zielgruppenspezifischen Arbeit der Beratungsstellen die Möglichkeit, zusätzliche Handlungsstrategien zu entwickeln, die alle Diskriminierungsmerkmale mitdenken. Gemeinsame Kernanliegen der einzelnen Antidiskriminierungsbereiche können so herausgearbeitet werden, um zu einem besseren Verständnis und einer höheren Akzeptanz der Antidiskriminierungsarbeit und ihrer Maßnahmen in der Öffentlichkeit zu kommen. Durch die Bündelung der Kompetenzen und des Wissens unterschiedlicher von Diskriminierung betroffener Gruppen kann die Durchsetzungskraft ihrer Forderungen und Anliegen erhöht werden.

Arbeit:

Das Netzwerk gegen Diskriminierung steht für ein offenes und tolerantes Zusammenleben. Wir verfolgen den Ansatz einer zielgruppenübergreifenden Antidiskriminierungsarbeit hier bei uns vor Ort in Siegen-Wittgenstein.

Denn Diskriminierung und gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit geschehen vor Ort – in unserer Mitte. Die Ablehnung gegenüber vermeintlich Fremden und „Anderen“ in unserer Gesellschaft ist unwiderlegbar vorhanden. Dem stellen wir uns entgegen. Wir möchten, dass das Bewusstsein gegenüber Diskriminierung jeglicher Art geschärft wird und dass wir gemeinsam hier im Kreis gegen Diskriminierung und für Vielfalt eintreten.

Wir leben in einer globalisierten Welt, die Vielfalt mit sich bringt. Um die Menschenrechte zu sichern sowie die Würde jedes einzelnen Menschen zu achten, ist es unabdingbar, diese Vielfalt zu akzeptieren, deren positive Aspekte und Vorteile zu erkennen und zu fördern sowie Fairness und Gleichbehandlung zu sichern.

Mit unseren Aktionen, Veranstaltungen, Workshops oder mit der Organisation und Umsetzung der Internationalen Wochen gegen Rassismus in Siegen machen wir darauf aufmerksam.

Auf der Homepage des Netzwerkes (https://vielfalt-statt-diskriminierung.de) können Sie eine Einsicht der Mitgliederorganisationen einwerfen, weitere Anlaufstellen finden und ggf. auf der Startseite aktuelle Veranstaltungen und Aktionen anschauen.