Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

Internationale Wochen gegen Rassismus 2026

unter dem Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 finden in Siegen vom 16. bis zum 31. März statt. Unter dem diesjährigen bundesweiten Motto „100% Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“ hat das Netzwerk gegen Diskriminierung erneut ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Mit zahlreichen kostenlosen Veranstaltungen setzen die beteiligten Organisationen ein deutliches Zeichen für Vielfalt und gegen Ausgrenzung in unserer Stadt.

Den Auftakt bildet eine besondere Postkartenausstellung mit dem Titel „Menschenwürde für alle!“, die vom 17. bis 31. März im KrönchenCenter (1. OG) zu sehen ist. Gezeigt werden im XXL-Format gestaltete Postkarten, die im Vorjahr spontan von Passantinnen und Passanten auf der Siegbrücke erstellt wurden. Die Vernissage findet am Dienstag, den 17. März um 17:00 Uhr statt.

Ein zentrales Highlight sind die Aktions- und Informationsstände am Internationalen Tag gegen Rassismus, dem 21. März. Von 12:00 bis 16:30 Uhr laden der Ausschuss für Chancengerechtigkeit und Integration, der Runde Tisch der Religionen, das Kommunale Integrationszentrum sowie die „OMAS GEGEN RECHTS“ auf der Siegbrücke zum Dialog ein, um gemeinsam ein Zeichen für Menschenwürde zu setzen. Die „OMAS GEGEN RECHST” puzzeln mit den Besucher*innen des Infostands vor Ort ein Riesenpuzzle zum Thema Menschenwürde.

Das weitere Programm bietet tiefgreifende Einblicke in unterschiedliche Aspekte von Diskriminierung:

Film & Diskussion: Am 18. März zeigt die BlueBox um 18:00 Uhr den Film „Die Macht des Visums“, der die systematischen Ungerechtigkeiten der deutschen Visavergabe beleuchtet.
Workshop: Am 21. März findet von 10:00 bis 16:00 Uhr im KulturIntegrationsQuartier (KIQ) ein Workshop zur Vereinsgründung statt, der Aktiven rechtliche und finanzielle Sicherheit vermitteln soll.
Kunst im Dialog: Das Museum für Gegenwartskunst (MGKSiegen) lädt am 24. und 31. März jeweils um 17:00 Uhr zu dialogischen Rundgängen unter dem Titel „Haltung zeigen“ ein.
Lesungen: Am 26. März um 18:00 Uhr liest Veronica L. Amartey in der Mediathek gegen Rassismus aus ihrem Buch „Stille Kämpfe, Starke Siege“ über ihren Weg gegen Behinderung und Diskriminierung. Für die jüngsten Mitbürger gibt es am 27. März um 13:00 Uhr im Kinder- und Jugendtreff Westhang eine Vorlese- und Mitmachaktion zum Bilderbuch „Plötzlich war Lysander da“.

Flyer hier herunterladen: 2026 Programmflyer_Internationale Wochen gegen Rassismus Siegen

Lesung „Stille Kämpfe, Starke Siege. Mein Sieg über Behinderung und Diskriminierung“

Lesung „Stille Kämpfe, Starke Siege. Mein Sieg über Behinderung und Diskriminierung“

Geboren in einem kleinen Dorf in Ghana und schon früh von Polio betroffen, lernte Veronica L. Amartey, dass Überleben bedeutet, niemals aufzugeben. Ihr Weg führt durch die harten Realitäten des Lebens mit einer Behinderung in einer Gesellschaft, die sie als „verflucht“ ansah – geprägt von Ablehnung, Diskriminierung und Verrat. Doch Veronica ließ sich nicht zum Schweigen bringen.
In Deutschland begann ein neues Kapitel voller Herausforderungen – kulturelle Isolation, systemische Ausgrenzung und die ständige Angst vor Abschiebung. Trotz allem fand sie hier ihre wahre Berufung: den Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen und den Abbau gesellschaftlicher Barrieren.
Dieses Buch ist mehr als eine persönliche Geschichte; es ist ein Leuchtfeuer der Hoffnung für alle, die gegen Diskriminierung kämpfen, mit Selbstwertproblemen ringen oder die Herausforderungen des Andersseins bewältigen. Durch emotionale Stärke, Glauben und unermüdliches Engagement verwandelte Veronica Schmerz in Kraft und gründete The Challenged Foundation, um für Inklusion und Gleichberechtigung zu kämpfen.
Wenn Sie nach einer unvergesslichen Geschichte über Durchhaltevermögen, Mut und den Kampf um Gerechtigkeit suchen, ist Stille Kämpfe, Starke Siege – Mein Sieg über Behinderung und Diskriminierung ein absolutes Muss.

Moderation Stephan Böhmer (VAKS e.V.)

Wann: 26.03.2026, 18:00 Uhr
Wo: Mediathek gegen Rassismus und Diskriminierung
Sandstraße 28, 57072 siegen

Ohne Anmeldung
Eintritt frei

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Foto © privat

Märchen aus aller Welt in der Stadtbibliothek Siegen

Märchen aus aller Welt in der Stadtbibliothek Siegen

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus 2026 in Siegen lädt die Stadtbibliothek Siegen am Donnerstag, den 26. März 2026, um 16.00 Uhr zu einer Vorlesestunde mit Märchen aus verschiedenen Ländern ein. Die bundesweite Aktionswoche steht in diesem Jahr unter dem Motto „100 Prozent Menschenwürde. Zusammen gegen Rassismus und Rechtsextremismus“. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, ein Zeichen für Respekt, Vielfalt und ein friedliches Miteinander zu setzen.
Passend zu diesem Gedanken werden in der Stadtbibliothek Märchen aus unterschiedlichen Kulturen für Kinder und Erwachsene vorgelesen. Märchen gehören in vielen Ländern zur Erzähltradition und vermitteln häufig Werte wie Zusammenhalt, Mut und gegenseitige Unterstützung.
Die Geschichten werden von Wiltrud Köser Klöckner und Robert Nowak, Mitgliedern des Siegener Märchen Erzählkreises Ohrenschmaus, vorgetragen. Robert Nowak begleitet die Märchenlesung zusätzlich mit Trommelklängen.
Die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher können sich auf eine Märchenstunde der besonderen Art freuen.

Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Veranstaltungsbeginn: Donnerstag, den 26. März 2026, von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr
Veranstaltungsort: LeseCafé der Stadtbibliothek Siegen
Markt 25, 57072 Siegen

Für weitere Informationen und Anfragen wenden Sie sich an:
Frau Rademacher
Telefon: (0271) 404-3022
E-Mail: a.rademacher@siegen.de

20260326_Märchen aus aller Welt

Haltung zeigen – Künstlerische Positionen aus dem MGKSiegen

Haltung zeigen – Künstlerische Positionen aus dem MGKSiegen

Dialogischer Rundgang durch die Ausstellung

Im Rahmen der diesjährigen Internationalen Wochen gegen Rassismus lädt das Museum für Gegenwartskunst Siegen zu einem dialogischen Ausstellungsrundgang ein. Unter dem Motto „Haltung zeigen – Künstlerische Positionen im MGKSiegen“ werden Werke aus der Sammlung gemeinsam betrachtet, befragt und diskutiert. Der Rundgang verbindet historische und zeitgenössische Perspektiven und zeigt, wie Kunst gesellschaftliche Strukturen sichtbar macht, Machtverhältnisse hinterfragt und individuelle wie kollektive Verantwortung thematisiert. Im Fokus stehen künstlerische Positionen von Fritz Winter, Cy Twombly, Sung Tieu, Hans Haacke, August Sander und Anna Boghiguian. Der dialogische Ansatz eröffnet Raum für Mehrperspektivität und um über die Rolle von Kunst im Kontext von Rassismus, Diskriminierung und demokratischer Haltung ins Gespräch zu kommen.

Wann: 24. und 31.03.2026, jeweils 17:00 Uhr
Wo: Museum für Gegenwartskunst Siegen
Unteres Schloss 1, 57072 Siegen

Ohne Anmeldung
Eintritt frei

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Foto ©Philipp Ottendörfer, Anna Boghiguian, Egos and Mirrors, Museum für Gegenwartskunst Siegen

Afrika-Tagung zum Thema „Die starke Frauen Afrikas“

Afrika-Tagung zum Thema „Die starke Frauen Afrikas“

Bereits in vorkolonialer Zeit gab es diese starken Frauen auf dem afrikanischen Kontinent – Königinnen, die sich gegen die anbahnende Kolonialisierung ihrer Reiche auflehnten; Sklavinnen, die sich als Anführerinnen ihrer Gruppen gegen die Sklaverei auflehnten, Frauenarmeen wie die Leibewachen des Königs von Dahomey.
Veränderungen für die Frauen brachte die Kolonialzeit; sie wurden in ihren wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rechten beschnitten und den Männern untergeordnet.
Heute jedoch hat sich die Rolle der Frauen in vielen Bereichen zum Positiven gewandelt. Frauen engagieren sich in vielen gesellschaftlichen Bereichen; sie sind aktiv in Politik und Wirtschaft, im Umweltschutz und setzten sich ein für eine Verbesserung der allgemeinen Lebensbedingungen. Sie treten ein für ihre Rechte und für Frieden und Demokratie.
Ihre politischen und wirtschaftlichen Leistungen sind ebenso anerkannt wie ihre kulturellen. Durch ihr Engagement leisten sie einen wichtigen Beitrag für eine gesamtgesellschaftliche Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent.
Im Rahmen der diesjährigen Afrika-Tagung wollen wir uns in einem ersten Beitrag mit den Veränderungen der Rolle von Frauen in afrikanischen Gesellschaften befassen. Im zweiten Beitrag geht es um ihr Engagement in Politik und Wirtschaft in ihren Ländern, aber auch um die Hindernisse, denen sie dabei oft ausgesetzt sind.
Der dritte Bereich zeigt die Vielfalt ihres kulturellen Engagements, das in Musik, Literatur, Malerei etc. vielfach auch politisches und gesellschaftliches Engagement deutlich macht.

Alle weiteren Informationen und das Programm finden Sie im Flyer: Flyer_Afrika_2026_75dpi